Das leidige Thema und es kommt mir schon zu den Ohren raus. Was soll ich tun?
Jeder Mensch braucht Freunde. Oder etwa nicht?
Man braucht immer jemanden, mit dem man sprechen kann, jemanden, der zuhört und einfach da ist.
Aber so einfach ist es nicht.
Man kann tun und lassen, was man möchte, kann sich noch so sehr anstrengen und sich zum Reden anbieten.
Wenn der andere dazu nicht fähig ist, wird aus der Freundschaft nichts.
Wer hat dann die Freundschaft falsch verstanden? Derjenige, der sich anbietet obwohl es nichts bringt oder der, der nicht dazu fähig ist, zuzuhören?
Was sind gute Freunde? Sind es die mit denen man in der Kneipe versumpft und die Überschriften der BILD diskutiert?
Ich dachte Freunde hätten andere Qualitäten.
Vielleicht war es naiv zu glauben, dass es die kleine heile Welt gibt. Vielleicht war es auch naiv zu glauben, dass einen wirkliche Freunde kennen.
Freundschaft heißt nicht, die ganze Zeit miteinander zu verbringen oder 24 Stunden am Tag auf Abruf zu sein. Aber Freundschaft heißt doch auch nicht, den anderen ständig abzublocken.
Im Augenblick zweifel ich an der Freundschaft und daran, dass ich weiterhin eine Freundin sein sollte.
Ich habe keine Lust mehr dazusein, wenn jemand einen Zuhörer braucht, keine Lust mehr, dazusein, wenn mal wieder irgendwas vor den Baum gegangen ist.
Ich befinde mich im Stillstand, fühle mich gefangen und weiß tatsächlich nicht, was ich noch tun soll.
Egal, was ich tue, es scheint ins Nichts zu gehen und genau das kostet mich Kraft, die ich im Moment nicht habe.
Traurig sah sie in den Spiegel und erstarrte für einen Moment beim Anblick dessen, was sich da bot. Dunkle Ringe hatten sich um die Augen gebildet. Sie hatte seit Tagen nicht mehr richtig geschlafen. Dabei war beinahe nichts passiert. Nichts war ein weiter Begriff. Sie hatte etwas Wichtiges verloren – das Vermögen zu vertrauen.
Müde stieg sie in die ausgebeulte Jeans, steckte die Haare zusammen und kochte Kaffee. Kurz darauf verschwand sie erneut im Bad, um sich die Zähne zu putzen und dieses bedauernswerte Geschöpf für einen weiteren Moment im Spiegel zu betrachten. „Das wird schon wieder“, hatte man ihr versprochen. „Die Wunden heilen mit der Zeit.“ Sie wollte nicht darauf warten, dass die Wunden heilten. Sie hatte es satt auf die Zeit zu warten und müde war sie auch.
Müde ob der mitleidigen Blicke und Gesten, müde ob der vielen Gedanken, die auszusprechen sie nicht wagte. Lustlos schlurfte sie in die Küche, nahm die Kanne und schenkte sich einen Kaffee ein. Das zippen des Feuerzeugs war die einzige Unterhaltung an diesem Morgen. Sie atmete tief durch und öffnete das Fenster, um den Qualm aus dem Raum zu vertreiben. Ihr Blick glitt langsam auf die Bäume mit dem bunten Laub und die Wiese, die taubehangen geheimnisvoll glitzerte.
„Ich gehe weg“, schoss es ihr durch den Kopf. „Jetzt kann ich gehen. Es ist niemand hier.“ Plötzlich erfasste sie ein seltsamer Aufwind. Sie spürte endlich wieder so etwas Ähnliches wie Elan und lief schnell hinüber ins Schlafzimmer, um sich etwas Anderes anzuziehen. Dann trank sie ihren Kaffee, griff die Schlüssel vom Auto und zog die Wohnungstür hinter sich ins Schloss.
Die Straßen waren von Nebel umhüllt und hier und da musste sie aufpassen, um nicht auf dem feuchten Laub wegzurutschen. „Endlich frei“, schoss es ihr für einen Moment durch den Kopf, während ihr Blick den Abhang nach unten glitt. Sie suchte sich einen Parkplatz und stieg aus. Die feuchte Luft kratzte im Hals und brachte sie zum Husten. Mit zitternden Fingern kramte sie eine Zigarette aus der Schachtel und steckte sie an. Tief sog sie den Qualm ein und starrte in die Tiefe. Die kühle Luft machte so Vieles leichter. Sie löschte die Zigarette und stieg zurück ins Auto. „Endlich frei“ dachte sie und fuhr zurück zum dem Haus, in dem sie morgen ihren Mann und ihre Kinder in Empfang nehmen würde.
Man braucht sein ganzes Leben, um zu werden und zu sein, wie man ist. Das ist nicht leicht, denn Erfahrungen, Veränderungen und das soziale Umfeld, prägen diese Entwicklung im Wesentlichen mit.
Doch ganz egal, was dabei aus einem selbst wird, welcher Mensch durch diesen Prozess entsteht, ist und bleibt es doch harte Arbeit.
Man geht in die Schule, lernt oder studiert. Man hat einen Beruf und hofft, das Beste aus sich selbst zu machen.
Und dann irgendwann kommt jemand daher und zerstört einen selbst, weil man ist, wie man ist. Er maßt sich an, Dinge zu einem zu sagen, die jeglicher Basis entbehren.
Ich frage mich ehrlich, warum! Wer gibt ihm das Recht, so zu handeln? Wer erlaubt ihm, so zu urteilen?
Niemand!
Es gibt einen schönen Spruch: Steig in meine Schuhe und gehe meinen Weg!
Das kann niemand tun. Niemand kann den Weg eines anderen nachvollziehen. Aber gerade deshalb sollte man nicht über einen anderen in der Form sprechen, dass man ihm sagt, er wäre ein Loser, ein Versager!
Versagt haben Menschen, die Morde begehen! Versagt haben Menschen, die sich an Kindern vergehen! Aber jemand, der in seinem Leben gekämpft hat, um der zu sein, der er ist, kann kein Versager sein, wenn er dabei seinen Charakter behalten und seine Ziele erreicht hat!
Darum: Überlege zweimal, bevor Du das nächste Mal sagst, ich wäre das Letzte!
na? auch schon von den frühlingsgefühlen ergriffen? immer diese vögel, die an den straßenecken schnäbeln
die frühlingsgefühle haben mich nicht heimgesucht, sehr wohl aber ein anderer blick auf die welt… es ist die suche nach etwas halt, nach nähe und wärme…
und wo habe ich sie gefunden?
bei den menschen, die mir am meisten bedeuten… bei freunden, meiner familie und bei jemandem, der mir aus versehen über die füße gestolpert ist…
ich liebe den auftrieb unter den flügeln und lasse mich höher und höher treiben… mit etwas glück bleibt es so und dann genieße ich das…
warum soll man nicht gefühle, die man hat, so verändern, dass man sie ertragen kann? warum soll ich nicht dazu stehen, dass ich anders bin und fähig zu lieben und gefühle zu erwidern?
ich möchte es nicht mehr und es wäre auch falsch! mir ist es wichtig zu zeigen, dass ich da bin…
war ja auch lang genug weg - eigentlich zu lang…
Die Liebe hat uns in den Himmel gehoben,
der Zweifel hätte uns beinah zerstört…
Ein Schritt nur weiter und es wäre verloren,
die Vernunft hat gesiegt, hat die Schreie gehört…
Weil Du nicht wusstest, was ich vermisse
und ich nicht erahnte, was Dir fehlt…
Haben wir uns mit Worten wie Hass betrogen,
mit falsch verstandener Treue gequält…
Ich wollt´ mich nicht ändern und Dich nicht verlieren…
Du wollt´st nichts vermissen und mich nicht riskieren…
die liebe hat viele gesichter - ebenso viele, wie es menschen auf dieser erde gibt… jeder definiert die liebe anders und immer neu… natürlich ist es schön, wenn sich zwei menschen finden, die mit den gemeinsam erlebten situationen und dem gemeinsamen leben so glücklich sind, dass sie denken, sich zu lieben…
das will keiner in abrede stellen…
aber ist es nicht so, dass jeder unter der liebe etwas anderes versteht? ist es nicht so, dass die liebe etwas ist, das niemand wirklich kennt? es ist ein tolles gefühl, das wir vermissen wenn es nicht da ist aber woher wissen wir, dass das tolle gefühl wirklich die liebe ist?
niemand kann sagen “ja, das ist liebe” und keiner, dass dieses gefühl eben nicht liebe ist…
und doch quält man sich mit der liebe… der eine mit der, die ihm als solches verkauft wird und der andere sich mit der, die er für sich als solche definiert…
aber wer ist glücklicher? keiner? beide?
ich denke, die liebe ist ein sehr ehrliches gefühl und hauptsächlich eines, das ein gewisses maß an reife erwartet und mit sich bringt…
ob man wahr und wirklich liebt oder aber ein gefühl, das einfach nur schön ist, als liebe definiert, weiß wohl niemand und kann auch niemand beurteilen…
aber… dieses gefühl sollte aus freien stücken kommen und niemals erzwungen werden… nur wer wirklich frei ist, kann auch frei lieben…